Mein beruflicher Wendepunkt als Working Mom

Viele Mütter kennen ihn, diesen inneren Konflikt:
Sie wollen arbeiten, etwas Sinnvolles tun, sich verwirklichen –
und gleichzeitig stecken sie in einem Job fest, der sich nicht mehr richtig anfühlt. Oft aus dem tiefen Bedürfnis nach Sicherheit. Studien zeigen, dass ein großer Teil der Frauen – und besonders Mütter nach der Elternzeit – mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden ist. Und genau deshalb fällt es vielen immer schwerer, ihr Kind in Betreuung zu geben, um einer Arbeit nachzugehen, die sie innerlich leer lässt.

In diesem Artikel teile ich meine persönliche Geschichte von dem Moment, der für mich alles verändert hat – und warum genau dieser Tag meine größte Motivation wurde. Vielleicht erkennst du dich darin wieder.

Der 1. Arbeitstag nach der Elternzeit

An einem Montagmorgen im September 2023 schiebe ich mein Fahrrad aus unserem Hinterhof auf die Straße.
Heute ist mein erster Arbeitstag nach über einem Jahr Elternzeit.

Mein Körper fühlt sich schwer an, als würde er sich weigern, in Bewegung zu kommen. Ich starre ins Leere und denke:
„Ich will nicht zurück in die Arbeit. Ich mag diesen Job nicht mal. Ich will bei meiner Tochter sein. Sie ist noch so klein.“

Trotzdem fahre ich los.

Als ich die Tür zum Büro öffne, zieht sich mein Magen zusammen. Eine Kollegin lächelt mich an und sagt:
„Schön, dich wieder hier zu haben.“

Ich lächle zurück – und ramme meinen Daumennagel in den Zeigefinger, um die Tränen zurückzuhalten.

Später starre ich auf den Bildschirm. Die Worte verschwimmen. Meine Gedanken sind bei meiner Tochter.
„Was macht sie wohl gerade? Ob sie mich vermisst?“

Als ich nach Feierabend nach draußen trete, tief durchatme und den Himmel über mir sehe, weiß ich es ganz klar:
Für mich fühlt es sich nicht richtig an, mein Kind in Betreuung zu geben, um eine Arbeit zu machen, die sich so falsch anfühlt.

Ich rufe meinen Freund an und sage:
„Ich werde jeden Tag daran arbeiten, bis ich als Life Coach genug verdiene, um zu kündigen.“

An diesem Tag wurde aus Frust meine größte Motivation. Täglich an meinem Traum dranzubleiben, egal wie schwer es manchmal war.

Warum dieser innere Widerstand so wichtig ist

Dieser Moment war keine dramatische Kino-Szene, in der ich die Kündigung auf den Tisch geknallt habe und das Büro verlassen habe. Kein Moment, von dem ich in 30 Jahren meinen Enkeln erzählen werde. Aber dieser Widerstand hat wirklich etwas in mir angestoßen.

Vielleicht kennst du ihn ja auch:

  • Dieses Ziehen im Bauch, wenn du Sonntagabend an die Arbeit denkst
  • Schuldgefühle, die auftauchen, wenn du dein Kind in die Kita bringst
  • Das Gefühl, deine Lebenszeit mit etwas zu verbringen, das dich nicht erfüllt

Dieser innere Widerstand ist kein Zeichen von Schwäche. Er ist ein Hinweis deiner Intuition, dass du dir eine Veränderung in deinem Leben wünschst.

Drei Fragen, die dir Klarheit schenken können

Wenn du dich in meiner Geschichte wiederfindest, könnten dir diese Fragen helfen:

  1. Wenn du morgen Früh in deinem Traumjob aufwachen würdest – woran würdest du als erstes merken, dass etwas anders ist? Wie würdest du dich fühlen? Was wäre im Außen anders?
  2. Was möchtest du deinem Kind vorleben?
  3. Womit würdest du dich beruflich beschäftigen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Dieser Montag im September war kein Zufall.
Er war ein inneres Aufwachen.

Heute weiß ich:
Es war nicht der große Startschuss. Es war der Moment, in dem ich mir selbst versprochen habe, weiterzugehen – auch dann, wenn es schwer wird.
Auch ohne Klientinnen. Ohne Buchungen.
Einfach mit dem inneren Wissen: Ich gehe diesen Weg immer weiter.

Mehr über meinen Weg vom unzufriedenen Job zur Life Coach erfährst du hier


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